Eltern sind gefragt – Zielführende Präventionsprojekte ausweiten
Die Junge Union Saarbrücken-Stadt steht Überlegungen des saarländischen Sozialministeriums, ein generelles nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen und Kiosken einzuführen, sehr kritisch gegenüber.
Dem Phänomen des „Komasaufens“ und dem gesamtgesellschaftlichen Problem des übermäßigen Alkoholkonsums wird man durch solche in ihrer Wirksamkeit fragwürdige Maßnahme nicht Abhilfe schaffen können. Hier sind Maßnahmen wie das Projekt“ HaLt ( „Hart am Limit“) des saarländischen Sozialministeriums und des Landeskreises Neunkirchen, das auf alle Landkreise ausgeweitet werden sollte, schon eher zielführend. Neben staatlicher Präventionsarbeit sind jedoch in erster Linie die Eltern gefragt, die Vorbild sein müssen und über die Gefahren exzessiven Alkoholgenuss aufklären müssen. Diejenigen, die vor oder nach 22 Uhr an Tankstellen, Kiosken, in Einzelhandelsgeschäften, in Kneipen, Restaurants oder auf Volksfesten Alkohol ausschenken oder verkaufen, müssen dafür Sorge tragen, dass die bestehenden Jugendschutzgesetze konsequent durchgesetzt werden, und dass erstrecht an offensichtlich Betrunkene kein Alkohol mehr ausgeschenkt wird. Wenn dies alles geschieht, ist der Sache besser gedient als durch ein weiteres in seiner Wirksamkeit fragwürdiges, und diejenigen, die vernünftig und im Rahmen der Gesetze mit dem Thema Alkohol umgehen, behelligendes Verbot.