PM: Saarbrücker Junge Union steht zur Sanierung des Ludwigsparkstadions

Um der jungen Generation in unserem Bundesland eine nachhaltige Lebensperspektive zu ermöglichen, braucht es einen Zweiklang aus Zukunftsinvestitionen und soliden öffentlichen Haushalten, so die Saarbrücker Junge Union. Die desolate Haushaltssituation in vielen saarländischen Kommunen nimmt hierbei der jungen Generation Spielräume für die Zukunft und wirkt sich daher auch negativ auf die Zukunftsperspektive unseres Bundeslandes aus. Bei überschuldeten Kommunen sollte das letzte Mittel ein Sparkommissar des Landes sein, der alle Ausgaben auf ihre Sinnhaftigkeit hin unter die Lupe nimmt. Wichtig ist hier effiziente und strenge Prüfung der Kommunalaufsicht im Interesse aller Bürger. Jedoch wird es immer wieder vorkommen, dass es besondere Leitinvestitionen gibt, die für das Land und seine Entwicklung von besonderer Wichtigkeit sind; dies können Sport- oder Kulturstätten sein, genauso wie Infrastrukturmaßnahmen oder Messe- und Kongressstätten. Bedarfszuweisungen des Landes oder notfalls Sonderkredite spielen hierbei eine wichtige Rolle. Diese müssen wohlüberlegt sein, sind aber bei richtiger Anwendung ein unabdingbares Instrument der Zukunftsgestaltung. Es wird ermöglicht, gezielt Entwicklungen sowohl im ländlichen Raum als auch in der Großstadt zum Wohle des gesamten Landes zu fördern. Beim Saarbrücker Ludwigsparkstadion handelt es sich um eine Immobilie im Eigentum der Landeshauptstadt Saarbrücken, so der Kreisvorsitzende der Saarbrücker JU und Stadtratsmitglied Andreas Neumüller. Über Jahrzehnte ist in die Immobilie nicht ausreichend investiert worden, sodass man an den Punkt gekommen ist, wesentlich intensiver in den Ludwigspark investieren zu müssen. Stadt und Land haben gemeinsam entschieden, dass der Ludwigspark eine Leitinvestition in die Infrastruktur des Landes darstellt und man den Anspruch hat, als eigenständiges Bundesland ein Stadion im Land zu besitzen, das nach Bedarf bundesligatauglich ertüchtigt werden kann und dabei offen für andere Großveranstaltungen ist, die eine entsprechende Infrastruktur benötigen. Auch nach der Kostensteigerung kann es nicht im Interesse des Landes sein, eine Bauruine an der Stelle des Ludwigsparks zu hinterlassen. Der 1. FC Saarbrücken wird der Hauptmieter des neuen Stadions sein, jedoch nicht dessen Eigentümer. Wie in der Vergangenheit ist es das Ziel, auch andere Veranstaltungen als Fußballspiele in der Arena stattfinden zu lassen. Wir stehen daher zur Stadionsanierung und zu Leitinvestitionen in die Zukunft des Landes, dabei wird auch beim Thema Hochschulen, Messe- und Kongresswesen, Eventhalle etc. weiterer Handlungsbedarf gesehen. Das Stadion kann nur ein Mosaikstein sein für die Weiterentwicklung von Stadt und Land, denn es muss immer wieder jede Investition mit dem Ziel der Haushaltskonsolidierung abgewogen werden. Unabhängig ob Stadt, ländlicher Raum, Universität oder Infrastrukturmaßnahme, bei allen Sparanstrengungen muss es weiterhin Raum für Leitinvestitionen geben. Diese Debatte muss unabhängig von einer Verwaltungsreform geführt werden, die in vielen Bereichen notwendig ist um Kosten zu sparen, ohne hierbei dem Bürger die Zugänge zur öffentlichen Verwaltung zu erschweren. Eine Gebiets- und Verwaltungsreform ist unumgänglich, um die Haushalte zu konsolidieren und die Zukunft des Landes zu sichern. Auch sollten dabei Doppelstrukturen zwischen Kreisen und Kommunen auf den Prüfstand kommen, so Neumüller für die Saarbrücker JU abschließend.

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